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Torgarantie! Ex-Bayern-Spieler wechselt zu Türkgücü

München – Der SV Türkgücü-Ataspor München ist in der Landesliga Südost der absolute Favorit auf den Meistertitel. Die Münchner Türken schossen in den ersten beiden Ligaspielen zwölf Tore. Und es werden wohl noch einige Treffer dazukommen, weil der nächste Neuzugang als Stürmer jede Menge Erstliga-Erfahrung hat.

Erdal Kilicaslan ist der nächste Neuzugang des SV Türkgücü-Ataspor. Der gebürtiger Münchner wurde vom FC Bayern ausgebildet. Dort wurde er mit den B- und A-Junioren Deutscher Meister. Laut seiner Website ist er außerdem mit 41 Toren in 63 Spielen für Deutschlands Junioren-Nationalmannschaften (U15-U20) Rekordtorschütze. Insgesamt verbrachte er ganze zwölf Jahre in der Jugendabteilung des Rekordmeister, ehe es ihn in die türkische Süper Lig zu Gaziantespor zog.

Zwölf Jahre spielte er in der Türkei. Im türkischen Oberhaus schoss er in 159 Spiele 15 Tore. In der 2.Liga gelangen ihm in 85 Spiele 24 Treffer.

2014 lag sein Marktwert laut transfermakrt.de noch bei 1,40 Mio. Euro. Inzwischen ist er immerhin noch 400.000 Euro wert. Wir haben bei Türkgücü-Ataspor-Manager Kadir Alkan nachgefragt, wie der ambitionierte Landesligist den Hochkaräter zurück in die Heimat locken konnte.

Kadir, mit Erdal Kilicaslan habt ihr einen richtigen Kracher verpflichtet. Wie habt ihr es geschafft ihn zu Türkgücü zu lotsen?

Erdal kommt hier aus der Umgebung und ich kenne ihn jetzt seit über 20 Jahren. Wir sind miteinander befreundet. Sein Vater hat schon für uns gespielt. Vor zwei Wochen haben wir dann erfahren, dass er seinen Lebensmittelpunkt nach Deutschland legen will, weil seine Eltern hier leben. Außerdem hat er mit seiner Profi-Karriere abgeschlossen, will aber trotzdem noch zwei bis drei Jahre kicken. Was für uns noch ganz wichtig ist: Seine finanziellen Ansprüche sind für uns machbar

Am kommenden Sonntag steigt das Spitzenspiel gegen die SpVgg Landshut. Wird Kilicaslan dann vor heimischen Publikum das erste mal das Türkgücü-Ataspor-Trikot tragen?

Das wissen wir noch nicht. Erdal soll sich ersteinmal in die Mannschaft integrieren und sich in München wieder einleben. Aber wie gesagt: schaun mer mal.

Ihr habt jetzt in den ersten beiden Spielen jeweils sechs Tore geschossen. Wollt ihr jetzt noch mehr Tore schießen und vielleicht sogar zweistellig gewinnen?

Nein. Für mich ist es wichtig, dass wir an einem Strang ziehen. Wenn wir auch einmal nur 1:0 gewinnen, würde ich das sofort unterschreiben. Es zählen nur Siege und die Ziele, die wir mit der Mannschaft erreichen wollen.

Das Interview führte Michael Gruber